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18.08.2014 (pm) „Mastenfreies Wohngebiet e.V.“ beantragt Auflösung

Das „Mastenfreie Wohngebiet e.V.“ (MfW) wird bei seiner Mitgliederversammlung im Herbst die Auflösung des Vereins beantragen. Das beschloss der Vorstand einstimmig auf seiner letzten Sitzung. Zur Begründung führt der stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführer, Dennis Riehle, an, dass „Vieles vom Machbaren“ erreicht wurde. „Die hohen Anforderungen der Satzung können wir unter dem Aspekt einer sich geänderten Ausgangslage nicht mehr erfüllen“, so Riehle.

Der Verein hatte sich mit dem vornehmlichen Ziel gegründet, die Mobilfunkmasten aus dem Wohngebiet des Konstanzer Teilorts Litzelstetten zu verlagern – und so die elektromagnetische Strahlung im Dorf zu verringern. Mittlerweile wird zumindest bei einer der Antennen ein bestehender Vertrag nicht verlängert. Zudem sieht der Vorstand des Vereins den „Informationsbedarf bei der Bevölkerung als gesättigt“ an. „Dort, wo wir Chancen gesehen haben, dass Veränderung möglich ist, sind wir aktiv geworden“. Der Vorstand erhoffe sich durch den „Anstoß in den Köpfen der Menschen“ nun weitergehende positive Effekte: „Wir appellieren an die Einwohner, ihre Dächer im Sinne einer gemeinschaftlichen Gesundheitsfürsorge nicht als neuen Antennenstandort preiszugeben“.

„Wir haben uns zusammen mit anderen Mitstreitern darum bemüht, die Bewohner zu sensibilisieren. Kontakte wurden geknüpft, Vorschläge auf den Tisch gelegt“. MfW sieht nun die Politik wieder am Zug: „Die Gespräche mit den Mobilfunkbetreibern sind neuerlich aufgenommen worden; den Unternehmen wurden unsere Positionen bereits in den vergangenen Verhandlungen deutlich dargelegt“. Die Thematik habe nach Ansicht des Vorstandes im Augenblick nicht mehr den öffentlichen Vorrang, wie noch zu Zeiten der Vereinsgründung, als sich der zuständige Ausschuss aufgelöst hatte. „Daher können wir jetzt mit gutem Gewissen den Auftrag zur Vertretung unserer Interessen an den Ortschaftsrat zurückgeben“. Von ihm erwarte man, dass er sich auch künftig mit Nachdruck für einen gemeinsamen Mobilfunkmasten mit allen Antennen außerhalb des Ortskern stark mache.

Gleichzeitig wollen die Akteure des MfW auf Abruf und wachsam bleiben: „Wir werden unsere Tätigkeit als lose Initiative fortsetzen und der Politik als ein Ansprechpartner für die Belange der Bürger auch weiterhin zur Verfügung stehen“. Mit punktuellen Aktionen wie dem Verteilen von Buttons und Aufklebern  mit dem Aufruf zu „20 Minuten ohne Handy – ich hab’s überlebt“ soll der Einzelne angesprochen werden, um für sich und seine Umwelt Sorge zu tragen. „Uns geht es heute um ein gesellschaftliches Umdenken hin zu einem eigenverantwortlichem Umgang mit den mobilen Endgeräten – im Blick auf die Umwelt und den menschlichen Organismus, aber auch in Hinsicht auf die sozialen Folgen für das Miteinander durch ständige Erreichbarkeit und die unpersönliche Kommunikation. Dafür braucht es Zeit und eine gewisse Flexibilität. Diese können wir ohne das enge Korsett des Vereinsrechts besser praktizieren“.

MfW wird die Litzelstetter in einem Rundschreiben über die Beweggründe für seine Entscheidung unterrichten. Die letztliche Abstimmung über die Auflösung des Vereins fällt in der Jahresversammlung Anfang Oktober.  

(Pressemitteilung des Vereins)

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