Litzelstetten mit Mainau

26.12.2013 (dr) Bilanz nach einem halben Jahr Sozial- und Pflegesprechstunde

Seit rund einem halben Jahr bietet die Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. an zwei Terminen im Monat eine Sprechstunde für soziale und Fragen der Pflege und des Alters an. In einer ersten Bilanz hat der Leiter dieser Beratung, Dennis Riehle, eine beträchtliche Nachfrage festgestellt. Wie er nach einer Aufsummierung der bisherigen Gespräche erklärt, seien in den ersten sechs Monaten an insgesamt zwölf Terminen 28 Auskünfte erteilt worden. Dazu kämen 13 Hilfsgesuche außerhalb der Sprechzeiten per Telefon oder Mail.

Dabei seien die Inhalte der Beratungen überaus vielfältig gewesen. Wie Riehle zusammenfasst, seien viele ältere Menschen in die Sprechstunde gekommen, um sich rechtzeitig über mögliche Angebote für die Eventualität der Pflegebedürftigkeit zu informieren. „Dieser Trend ist eine überaus günstige Entwicklung, zeigt er doch, dass nicht mehr gewartet wird, bis der Ernstfall eintritt. Vorsorge und frühzeitige Information sind ein verantwortungsvolles Verhalten, gerade auch gegenüber den Angehörigen, die somit von späteren, schwierigen Entscheidungen entlastet werden“, stellt Riehle fest. Erfreulich sei auch, dass sich immer mehr ältere Personen intensiv mit Patienten- und Betreuungsverfügungen beschäftigen.

Aber nicht nur Ältere hätten die Sprechstunde aufgesucht: „Eine größere Anzahl an Personen bat um Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen für den Erhalt von Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe. Hierbei machten insbesondere die oftmals komplizierte Sprache der Formulare und die Vielzahl an verlangten Nachweisen Schwierigkeiten. Und nicht selten ist den Betroffenen verständlicherweise auch die Zuständigkeit unklar, welches Amt und welche Behörde für die Entgegennahme von Beantragungen in Frage kommt“.

Und letztlich würde die Sprechstunde auch oftmals für das bloße Gespräch aufgesucht. „Hier ging es oftmals nur darum, dass jemand ein Ohr zum Zuhören brauchte. Ob ein Todesfall in der Familie oder die schwierige Pubertät des eigenen Kindes – manchmal war der beste Ratschlag das Verständnis und die Zeit, die man der Person geschenkt hat“, meint Riehle, der die Sprechstunde auch in 2014 fortführen wird. Sie findet in der Regel am 2. Montag im Monat von 9 – 11 Uhr und am 4. Donnerstag zwischen 15 und 17 Uhr in der Ortsverwaltung Litzelstetten, Großherzog-Friedrich-Straße 10, 1. OG (Raum 3) statt und ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Anfragen werden auch über Tel.: 07531-955401 oder per Mail unter L-NRhl-Dnnsd beantwortet.  

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