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Konstanzer Teilorte

16.02.2015 (dr) Litzelstetter Pfarrfastnacht im bunt geschmückten Gemeindehaus

Ein Pfarrer aus „Asien“ – und „von den Nöten der Frauen“

Es gehört schon zu einer guten Tradition, am Mittwoch vor dem „Schmotzige Dunschtig“ mit einer ganz besonderen Form der Narretei die Fünfte Jahreszeit in Litzelstetten zu begrüßen: Am 11. Februar 2015 war es wieder soweit, denn die Kirchengemeinden hatten geladen.

Im katholischen Gemeindehaus am Kornblumenweg war schon weit vor Beginn der diesjährigen Pfarrfastnacht großes Treiben ausgebrochen: Wie immer hatten es sich fleißige Helferinnen nicht nehmen lassen, den gesamten Saal mit rund 200 Ballons zu schmücken, daneben Luftschlangen und Masken – wohin das Auge reichte. Gestuhlt war wie stets ganz großzügig – und schnell waren die vielen Plätze auch wieder vergeben. Der Nachmittag genießt eben großes Ansehen – und besonders die ältere Generation ließ es sich auch 2015 nicht nehmen, auf die etwas anderen Botschaften und Beiträge des Programms zu lauschen.

Da war es ein Geistlicher aus Asien – seines Zeichens der verkleidete Pfarrer Bernd Zimmermann unserer katholischen Bodanrückgemeinden –, der mit fröhlichem Witz, aber auch bodenständigen und erwartungsvollen Gedanken einen Blick in die Zukunft warf. Und das aus einer Perspektive, die für uns Europäer wohl nicht nur an der Fastnacht manchmal seltsam, hoffnungsvoll und bedrückend zugleich anmutet. Sein evangelischer Kollege, Dr. Christof Ellsiepen, beließ es bei ganz irdischen Nöten – nämlich der drängenden Finanzierung der hiesigen Auferstehungskirche. Mit manch mehr, manch weniger ernsten Anekdoten und Wahrheiten blickte er auf die Herausforderungen und Chancen der Renovierung „seines“ Gotteshauses.

Ebenfalls ganz weltliche Probleme brachte A. Hoffmann von der Frauengemeinschaft dar: Die Nöte der Frauen beherrschten ihren Auftritt, der sich in vielerlei Facetten um die einfache Feststellung drehte: „E wenig z’eng“! Mit fastnächtlichem Charme nahm sie so manche Alltagsgeschichte auf den Arm, die die Damen nicht nur bei der Auswahl des Kostüms für die Pfarrfastnacht vorm Kleiderschrank bewegt. N. Muffler erzählte anschließend von den Erlebnissen, die man als Reinigungskraft aus dem Bahnhofs-WC mitnimmt. Unappetitlich musste es nicht werden, hygienisch rein brauchte ihre Darbietung aber auch nicht sein. Dass Essen schwer sein kann, machten die Ministranten klar: Mit einem Selbstversuch und schelmisch eingebauter Barriere fand nicht jede Kost den Eingang in den Mund. 

Abgerundet war die Pfarrfastnacht letztendlich durch einen musischen Abschluss: Mit fetzigen und närrischen Liedern trat der Kirchenchor auf die Bühne. Schunkeln, Tanzen und Mitsingen war dann auch in den Reihen selbstverständlich. Und selbst nach der obligatorischen Polonaise und dem offiziellen Ausklang war es einigen Gästen noch nicht genug: Ausgelassen und für die Fasnet eingestimmt leerte sich der Gemeindesaal nur langsam – da waren die emsigen Helfer schon wieder beim Abbau. Und sie zählten einen beachtlichen Reingewinn aus Getränke- und Kuchenverkauf: 325 Euro geht jeder der beiden Kirchengemeinden zu – auf katholischer Seite für das Bepolstern der Sitzbänke, bei evangelischer für die Arbeiten am Gotteshaus.

Allen, die diesen Tag ermöglicht haben – von der jungen Frauengemeinschaft über die Nachbarschaftshilfe bis hin zu Pfarrgemeinderätinnen –, ein dreifaches „Ho Narro“ und großes Dankeschön! 

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