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17.04.2014 (dr) Neuerliche Furcht vor dem „Feuerbrand“

Auch in diesem Frühjahr fürchten sich die Landwirte in den Bodanrückteilorten wieder vor dem Ausbruch des für Obstbäume ansteckenden „Feuerbrands“. Das Bakterium, das sich einfach übertragen lässt, befällt die Blüten und dringt danach in das Holz vor. Bereits in den Vorjahren konnten in der gesamten Bodenseeregion immer wieder neue Fälle der Pflanzenkrankheit festgestellt werden, die besonders den Apfelbäumen zusetzt. 

Die Gegenmaßnahmen, die die Bauern ergreifen können, sind vergleichsweise gering. Ist der „Feuerbrand“ erst einmal ausgebrochen, hilft nur das großzügige Herausschneiden von betroffenen Ästen und Blättern. Oftmals müssen aber ganze Baumreihen gerodet werden, der Beschnitt ist umgehend zu verbrennen, um die Ansteckungsgefahr und Verbreitung zu verhindern. Ein bislang eingesetztes Antibiotikum scheint in Deutschland verbannt zu sein. Dagegen setzt man gerade vor Ort auf Hefepräparate, die allerdings weniger wirkungsvoll und teuer sind.

Die Universität Konstanz hat sich der wissenschaftlichen Beobachtung des „Feuerbrandes“ angenommen. So nimmt sie regelmäßige Proben, um das Bakterium weiter erkunden zu können und möglichst früh Alarm zu schlagen. Die erwarteten höheren Temperaturen könnten der Ausbreitung noch zugutekommen. Dann wird es auch vielen Äckern wieder zu vermehrter Arbeit kommen – und das Bangen um die Ernte flammt auf.

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