Litzelstetten

05.08.2014 Kein Personendenkmal

(Kommentar von Dennis Riehle)

Mich irritieren an der aktuellen Kritik des Herrn Stötzner sen. verschiedene Aspekte: Die Debatte um den Text auf der Gedenktafel für die Friedenslinde wurde ausgiebig geführt. Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, vor und in der Ortschaftsratssitzung, in der letztendlich über die Formulierung befunden wurde, ihre Meinung einzubringen. Außerdem wurde der Stand des Diskurses jeweils aktuell medial verbreitet. Es hätte also bereits vor der Anschaffung der Tafel Einspruch erhoben werden können.

Wenn nun eine neue angeschafft werden muss, waren wiederum ausgegebene Gelder für die alte hinfällig. Sollte darauf abgezielt worden sein, den jetzigen Eklat bewusst hinauszuzögern, wäre das auch gegenüber den Gemeindefinanzen wenig verantwortlich. Und darüber hinaus: Der Ortschaftsrat war sich einig, dass mit der Tafel kein Personendenkmal, sondern eine Erinnerung daran geschaffen werden soll, dass in Litzelstetten bereits weit vor dem Mauerfall für die Deutsche Einheit symbolisch, aber auch engagiert eingetreten wurde.

Insofern bin ich dankbar, dass der heutige Ortsvorsteher der CDU deutlich gemacht hat, dass es nicht darum gehen kann, welcher Partei die Initiative zur Linde zugeschrieben wird. Aurelia Scherrer hat recht, wenn sie nun zum Miteinander mahnt. Die Reaktionen auf die Linde-Tafel zeigen mir aber, dass Litzelstetten hierbei heute wohl glücklicherweise schon weiter ist als vielleicht 1983.

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