Litzelstetten - mobil

11.03.2019 (dr) Markierungsstreifen für den Radweg

Der Technische und Umweltausschuss (TUA) der Stadt Konstanz hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den Radweg zwischen Wollmatingen und Litzelstetten mit entsprechenden Leuchtstreifen markieren zu lassen. Ein entsprechender Antrag der LLK-Fraktion ("Linke Liste Konstanz") war entsprechend erfolgreich. Seit Jahren bereits wurde die Forderung an Verwaltung und Gemeinderat herangetragen – nun endlich scheint eine Umsetzung in erreichbare Nähe zu rücken: Die Stadt Konstanz wird durch die Technischen Betriebe noch dieses Jahr die passenden Markierungen setzen lassen, damit Radfahrer auch bei Nacht den Radweg sicher benutzen können. Nachdem die Stadt allerdings nur für einen Teilabschnitt des Radweges zuständig ist – konkret: ab der Deponie Dorfweiher bis nach Wollmatingen –, kommt als weiterer Baulastträger das Land ins Spiel. Das Landratsamt soll jedoch bereits zugesagt haben, seinerseits den restlichen Abschnitt des Radweges, auf Höhe Bettenberg entlang der L221 bis nach Litzelstetten, mit Leuchtstreifen ausstatten zu lassen. Denn gerade in diesem Bereich des Weges sind Radfahrer häufig durch entgegenkommende Autos auf der anliegenden Landstraße geblendet und drohen, vom Radweg abzukommen. Die Leuchtstreifen sollen hier zu mehr Sicherheit beitragen.

Ein deutlich weitergehender Wunsch, nicht nur von Frauen und Schulkindern, den Radweg auch zu beleuchten, wurde vom TUA zwar ebenfalls mit deutlicher Mehrheit angenommen – und gar darauf gedrängt, die Finanzierung noch über den aktuellen Nachtragshaushalt zu regeln. Auch hier hatte die LLK-Fraktion die Initiative ergriffen. Doch wird dieser Vorschlag auch noch den Haupt- und Finanzausschuss sowie den Gemeinderat selbst passieren müssen. Und ob dort die entsprechenden Stimmen zusammenkommen, um die mit rund 200.000 Euro an Kosten veranschlagte Idee durchzusetzen, bleibt zunächst abzuwarten. Offenbar fürchten einige Stadträte, einen Präzedenzfall zu schaffen – auch Dettingen könnte seinerseits mit einer Forderung aufwarten, seine Radwege außerhalb der Wohnbebauung beleuchten zu lassen. Zwar gäbe es moderne Beleuchtungssysteme, die mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden, wodurch die Energiekosten gesenkt würden; doch sieht auch das Land in seinen Empfehlungen bisher keine Beleuchtung für Radwege abseits geschlossener Ortschaften vor. Somit dürfte eine Kostenzusage für den Teilabschnitt an der L221 bereits hinfällig sein. Und auch wenn sich der Arbeitskreis Radverkehr in der Mehrheit für die konkrete Beleuchtung dieses Radweges ausgesprochen hatte, könnte nicht zuletzt der Umweltschutz dem Anliegen entgegenstehen, denn die nächtliche Dauerbeleuchtung dürfte Flora und Fauna schaden.

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(c) Foto Wolfgang Flick, Konstanz
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