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23.03.2015 (dr) Neubauprojekte in Litzelstetten bleiben im Gespräch

Ortsvorsteher Heribert Baumann war im Technischen und Umweltausschuss zu Gast. Er bat dort darum, zum geplanten Bau an der Ecke „Am Rinzler“/“Im Grün“ sprechen zu dürfen und die ablehnende Haltung des Ortschaftsrates hierzu, der am 3. Februar 2015 darüber beraten hatte, darzulegen. Insbesondere führte Baumann aus, dass sich der Bau mit einer Geschossflächenzahl von 1,35 nicht in das Ortsbild einfüge und zu massiv wirke. Zudem zeigte man sich irritiert darüber, dass die zwei bestehenden Wohnungen wegfallen sollen. Der Ortschaftsrat hatte entsprechend um eine Einbeziehung des Gestaltungsbeirats gebeten. 

Prof. Aldinger gab in einer Stellungnahme bekannt, dass die Einbindung des Baus in die Umgebung „hervorragend“ gelinge. Der ebenfalls dreigeschossige Umblick und die „gute Lösung“ mit zwei Baukörpern ließen keine Zweifel an einem ruhigen und klaren Erscheinungsbild, das auf den Dorfkern eingehe. Lediglich der zu niedrige Baum wurde bemängelt. 

Auch die WOBAK, die am Bauträger, der BHS, beteiligt ist, äußerte sich in einem Gespräch ähnlich. Sie sieht eine große Chance für Litzelstetten und verwies darauf, dass neuer Wohnraum ja bereits in der Ortsmitte (Martin-Schleyer-Straße/Kornblumenweg) entstehe. 

In diesem Zusammenhang hat Ortsvorsteher Baumann auch gegenüber Baubürgermeister Langensteiner-Schönborn und Mitarbeitern des Amtes für Stadtplanung und Umwelt zum Ausdruck gebracht, dass unter der Bevölkerung zunehmendes Misstrauen aufkomme, weil sich in Sachen des dortigen Neubaus kaum etwas voran bewege – und im Zusammenhang mit dem „Volksbank“-Gebäude ähnliche Befürchtungen auftreten. Von Seiten der WOBAK wurde in Aussicht gestellt, dass für die Dorfmitte alsbald ein Bauantrag eintreffen werde, der den Baukörper optisch in 2 Abschnitte geteilt erscheinen lasse, 16 Wohnungen biete (davon drei 4-Zimmer-Wohnungen) und möglichst niedrige Mieten zulasse. In Sachen des Baus „Am Rinzler“ konnten die verschiedenen Ansichten dagegen nicht harmonisiert werden. 

Hier hat nun das Baurechtsamt das letzte Sagen. Insgesamt, so formulierte Baumann, könne man zwar den Eindruck gewinnen, bei den aktuellen Bauvorhaben zeichne sich eine „Bauchlandung“ für die Interessen Litzelstettens ab. Allerdings konnte erwirkt werden, dass die zwei großen Vorhaben nun den Fokus auf den Teilort gelenkt haben. Es wird debattiert und entsprechende Reaktionen tun sich auf – auch die Presse (SÜDKURIER) berichtete ausgiebig. Somit bleibe der Diskussionsprozess im Gang. 

Untätig sei man nicht; das zeige auch der Umstand, dass das im Zuge des Beteiligungsverfahrens zur Ortsmitte im Ideenteil des Architektenwettbewerbs ins Gespräch gebrachte „Bauleitbuch“, welches gemeinsame Richtlinien für die Umgriffsgestaltung öffentlicher und privater Plätze und Wohnbauumgebungen empfehlen soll, nun auf den Weg gebracht ist. Das Architektenbüro, das damals die beste Analyse in diesem Wettbewerbsteil erarbeitet hatte, wurde mit der Erstellung beauftragt. Die beantragten finanziellen Mittel von 22 300 Euro sind durch 20 000 Euro im Haushalt weitgehend abgedeckt. Über eine Restfinanzierung, möglicherweise über das Ortsteilbudget, entscheidet der Ortschaftsrat.

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