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12.08.2014 (dr) Zweckentfremdungsverbot verunsichert Ferienwohnungsbesitzer weiterhin

Das Zweckentfremdungsverbot, das die Landesregierung beschlossen hat und das den Gemeinden Baden-Württembergs erlaubt, im Sinne der Wohnraumplanung einzuschreiten, falls Wohnraum längerfristig ungenutzt oder nicht dem eigentlichen Zweck zugeführt wird, verunsichert die Ferienwohnungsbesitzer der Konstanzer Bodanrückteilorte weiterhin. Wenngleich der Gemeinderat mit geringer Mehrheit gegen eine Umsetzung und damit eine mögliche Abschaffung von Ferienwohnungen zugunsten von regulärem Mietwohnraum gestimmt hat, bleibt die Sorge vor anderen Maßnahmen, die für das Erreichen des Ziels von 5300 Wohnungen in Konstanz bis 2025 im sogenannten „Handlungsprogramm“ auferlegt wurden, aufrecht.

Die Besitzer der Ferienwohnungen loben zwar übereinstimmend die Planungen der Stadtverwaltung in diese Richtung; die knappen Entscheidungen im Stadtrat lassen gleichsam aber keine verlässliche Prognose zu, wie künftig beim Thema des Erhalts der Ferienwohnungen abgestimmt wird. Wie der Litzelstetter Unternehmer- und Gastgeberkreis (LUGa) zudem ermittelte, sei in der Debatte mit falschen Zahlen argumentiert worden. Die von der Stadt Konstanz genannten Angaben seien weit übertrieben. Es sei nicht berücksichtigt worden, dass sich für familiären Wohnraum nur ein Teil der derzeit als Ferienwohnungen genutzten Objekte eignen würden.

Und auch die öffentliche Darstellung der Besitzer von Ferienwohnungen sei erschreckend gewesen. So habe man den Eindruck gewinnen können, sie seien darauf aus, regulären Wohnraum zu blockieren und damit die Knappheit an Wohnungen in Konstanz zu intensivieren. Der Kritik schloss sich auch der Verein Tourismus „Konstanz Plus“ an. Die Beteiligten erhoffen sich nun eine Versachlichung der Diskussion.

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