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22.09.2014 (js) Bahnhofsmodernisierung wird weiterverfolgt

Das Land Baden-Württemberg hatte vor ca. 5 Jahren – noch zu Zeiten der alten Landesregierung eine Rahmenvereinbarung mit der Deutschen Bahn zur Modernierung verschiedener Bahnstationen im Land beschlossen. So sind die unterschiedlichen Bahnsteighöhen ein besonderes Problem für ältere und behinderte Menschen. So beträgt der Niveauunterschied zwischen Bahnsteig und Wagon in Allensbach und Hegne ca. 17-20 cm. Noch viel Schlimmer sind diese Unterschiede aber z.B. in Mühlhausen-Ehingen. Dort muss ein Fahrgast 50 bis 53 cm Unterschied überwinden. Für diese - eigentlich originäre Aufgabe der Bahn – hegt sie wenig Bereitschaft. Um aber die notwendigen Maßnahmen voran zu bringen, wurde eben diese Vereinbarung getroffen, die eine Finanzierung durch Deutsche Bahn, Land und Kommunen vorsieht. Nur im vorliegenden Fall für Modernisierung der Seehas – Haltepunkte hat die Bahn damals mit dem Land eine „Null-Euro“-Finanzierung verhandelt; d.h. das Land soll 58% und die Kommune 42% der Gesamtkosten (Baukosten und Planungskosten) tragen. Die komfortable Förderstruktur hat zu starken Mehrkosten geführt. Außerdem sind die Planungskosten extrem gestiegen und in der Höhe nicht nachvollziehbar.

Der Gemeinderat wurde nun vor die Wahl gestellt entweder das Modernisierungsprogramm zu stoppen oder die einseitig die Deutsche Bahn bevorzugenden Bedingungen des Vertrags zu akzeptieren. Ein Stopp in Allensbach hätte zudem die gesamte Modernisierung der Seehaus-Haltestellen infrage gestellt, da die Deutsche Bahn und das Förderprogramm des Landes nur eine Gesamtrealisierung akzeptierte. Ein Aus in Allensbach hätte eben auch ein Aus für alle Haltepunkte bedeutet. Die Gemeinde muss nach derzeitigen Kostenstand mit ca. 3 Mio. Euro für die Haltepunkte in Allensbach und Hegne rechnen.

Nach zu erwartenden Kostensteigerungen auf vermutlich 3,5 bis 4 Mio. Euro und nach Abzug der Landeszuschüsse würden durch die Gemeinde ca. 1,5 Mio. Euro zu tragen sein. Nach einer sehr lebhaften Diskussion und unter Zurückstellung erheblicher rechtlicher, wirtschaftlicher und technischer Bedenken hat sich die Mehrheit der Gemeinderäte dafür ausgesprochen, weiter bei dem Seehas-Projekt zu bleiben und bei den weiteren Planungsstufen mitzuwirken. Um die hohen Kosten zu stemmen, erwarten die Gemeindevertreter eine Mitfinanzierung des Landkreises in Höhe von 40%. 

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