Bodanbürger-Region "Bodanrück"
Bodanbürger-Region "Bodanrück"
Dingelsdorf
Dingelsdorf
Freudental
Freudental
Hegne
Hegne
Kaltbrunn
Kaltbrunn
Langenrain
Langenrain
Litzelstetten
Litzelstetten
Blumeninsel Mainau
Blumeninsel Mainau
Wallhausen
Wallhausen
 
 
Allensbach - friedlich

17.10.2014 (js) Not-Wasserversorgung mit Konstanz vertagt

Die Gemeinde Allensbach hat mit der Mindelseequelle, dem Tiefbrunnen Setze und dem Tiefbrunnen zwischen Hegne und Allensbach eine eigene Wasserversorgung.

Nachdem nun ein Radweg von Allensbach nach Dettingen  gebaut werden soll, war die Idee. eventuell eine Notversorgung mit der Wasserversorgung in Dettingen zu schaffen.  Der Gemeinderat hatte, damit keine Chancen verbaut werden, eine Konzeptstudie beauftragt. Demnach ist ein Anschluss der Allensbacher Wasserversorgung an das Konstanzer Wassernetz grundsätzlich denkbar. 

Damit an den Leitungen aufgrund der unterschiedlichen Wasserbeschaffenheit keine Korrosion entsteht, muss das Wasser aus Allensbach mit dem Konstanzer Wasser im Verhältnis 1:1 gemischt werden. Das Konstanzer Wasser wird aus dem Bodensee gewonnen und ist sehr weich. Damit sichere hygienische Verhältnisse gewährleistet sind, wird das Seewasser leicht gechlort. Im Unterschied dazu ist das Allensbacher Wasser ein hartes Wasser. Vorteil des Allensbacher Wassers ist aber, dass es unbehandelt aus der aus den Tiefbrunnen entnommen wird. 

Ein weiteres Problem bei einer Notwasserversorgung ist, dass in der Leitung zwischen Dettingen und Allensbach kein stehendes Wasser bleiben darf. Um dies zu vermeiden, muss in kurzen zeitlichen Abständen ein kompletter Wasseraustausch in den Rohren stattfinden. Deswegen kann nicht nur eine Notversorgung für den Notfall gebaut werden, sondern es muss ein Dauerbetrieb mit einer Mindestwassermenge erfolgen. Der Bau einer Leitung in Zusammenhang mit dem Radweg über knapp 3 km Länge erfordert – je nach gewählter Trasse -  zusammen mit einer Wassermischanlage einen Aufwand in der Größenordnung von 850.000 Euro bis 950.000 Euro. 

Fazit der Untersuchung ist, dass aufgrund der beträchtlichen Investitionen und der laufenden Betriebskosten der Wasserpreis in der Gemeinde für alle Bezieher zwischen 20 bis 30 Cent/cbm angehoben werden müsste. In der ausführlichen Diskussion im Gemeinderat wurde diese Kostenerhöhung als schwer vermittelbar dargestellt, selbst wenn man sich in wünschenswerter Weise zusätzliche Versorgungssicherheit erkauft. 

Nachdem das Land Baden-Württemberg, wie Erkundungen der Verwaltung ergeben haben, möglicherweise plant, Notwasserversorgungseinrichtungen finanziell zu fördern, wurde die Entscheidung einstweilen zurückgestellt. Die Verwaltung wurde beauftragt, die weiteren Zuschussabklärungen vorzunehmen und auch parallel dazu noch einmal mit der Bundesstraßenverwaltung zu verhandeln, inwieweit diese sich zusätzlich am Bau einer Notwasserversorgung beteiligt. Wenn die Ergebnisse vorliegen, wird der Gemeinderat weitere Entscheidungen treffen.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar zu dieser Seite

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

5682 - 8
 

bodanbürger.de - das Bürgerportal des Bodanbürger e.V. für die Konstanzer Teilorte auf dem Bodanrück Dettingen-Wallhausen, Dingelsdorf mit Oberdorf und Litzelstetten mit Insel Mainau sowie für Allensbach mit seinen Teilorten Hegne, Kaltbrunn und Langenrain-Freudental